Stellungnahme der DSA-Lizenzgeber zu "Antamar"

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shadowfriend
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Beitrag von shadowfriend » Montag 8. September 2008, 17:31

Vodoo hat geschrieben:Man kann in diese Familie reinheiraten, aber dann muss man sich Weihnachten mit der Familie an den Tisch setzen. Man kann nicht sagen, dass man zur Familie gehört, aber ansonsten teilt man nichts.
Genaugenommen ist es genau das was ich meine. Einerseits hat Antamar die DSA-Community vergrößert. Andererseits jedoch scheitert es an Formalitäten bei einer Einigung. Ich schiebe da nicht lediglich Chromatrix den schwarzen Peter zu. Verstehe mich da bitte nicht falsch. Ich finde schon auch das A-Team hätte mit den Spielern Rücksprache halten können, ob sie bereit sind ihre privaten Daten presizugeben. Ich, für meinen Teil, hätte damit überhaupt kein Problem.
Vodoo hat geschrieben: Chromatrix wollte die Restfamilie von Antamar kennenlernen und Antamar sollte den Rest der DSA-Familie kennenlernen.
Naja, also das finde ich schon ein bischen sehr allgmemein. Kennenlernen bedeutet für mich nicht gleich sämtliche Daten auszutauschen. Bei einem ersten date bekommt man schließlich auch nicht gleich Telefonnumer, Anschrift und Emailadresse ;) (auch wenns schön wär)

Vodoo hat geschrieben: Stand jemals auf der Startseite: "Vorsicht: Unser Projekt wird lediglich geduldet. Sollten wir jemals Geld zur Kostendeckung oder sonstige Finanzierung aus irgendwelchen Quellen einnehmen müssen, benötigen wir eine Lizenz.
Genau da gebe ich Dir Recht. Hier haben beide Parteien eien gewissen Fehler gemacht. Einerseits ist es ein wenig knifflig Dinge zu dulden, da sich auf kurz oder lang eben die Betreiber und auch Spieler beginnen Illusionen zu machen. Das führt fast zwangsläufig zu Streit. In dieser Beziehung sollte eventuell ein härterer Kurs gefahren werden von Seiten Chromatrix (ich kann kaum glauben, dass ich das gerade schreibe).
Vodoo hat geschrieben: Als Lizenz-Eigner würde ich aus den Reaktionen im Antamar-Forum lernen, dass eine große Fan-Basis eines geduldeten Projekts eine gefährliche Gruppe ist, weil sie die Marke DSA nicht mit dem Eigner, sondern mit anderen Leuten identifiziert. Der Werbeeffekt ist damit nicht vorhanden, man riskiert aber negative Publicity oder man muss sein Eigentum unter Wert teilen. Anderen Projekten wäre in diesem Falle ein Bärendienst aufgebunden wurden.
Das ist richtig. Ich glaube das hat aber nicht nur mit Antamar zu tun, sondern generell mit der DSA-Gemeinde. Paper and Pen-Spiele sind (mehr als die meisten anderen) sehr breit gefächert und haben unglaublich viele verschiedene Spielertypen - anders als die meisten Computerspiele. Daher ist auch das "Gefahrenpotential" schwer einzuschätzen. Aber es ist nunmal leider normal, dass ein Kind schreit, wenn man ihm den Lolli wegnimmt ;)
Vodoo hat geschrieben: Zudem hat Tommek im Vinsalt-Forum (www.vinsalt.de) recht deutlich geschrieben, dass es ihm weniger um den von der Antamar-Foren-Gemeinde hochgehandelten Datenschutz als vielmehr um eigene finanzielle Interessen gegangen ist.
Genau das ist der Punkt, den ich dem A-Team ankreide. Da hast Du Recht.


Fazit:
Versteht mich bitte nicht falsch. Ich denke hier nicht einseitig auch wenn das z.T. so rüberkommen mag. Mir ist durchaus bewusst, dass beide Seiten hier nicht ganz optimal gehandelt haben, aber das Wegfallen von Aventurien bei Antamar ist eine scherwiegende Geschichte. Als DSA-Fanatiker habe ich das Spiel eben wegen der Hintergrundwelt und dem System erwählt. Wenn dies nun wegfällt, so ist das schlichtweg ärgerlich.

Phelan
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Beitrag von Phelan » Montag 8. September 2008, 22:07

Hallo,
shadowfriend hat geschrieben:Ich finde schon auch das A-Team hätte mit den Spielern Rücksprache halten können, ob sie bereit sind ihre privaten Daten presizugeben. Ich, für meinen Teil, hätte damit überhaupt kein Problem.
Vor allem wäre die Weitergabe ja bestimmt nicht so einfach unbemerkt erfolgt.

Für Antamar waren ja Nutzergebühren geplant. Da wären dann auf jeden Fall neue AGB notwendig geworden und da hätte die Weitergabe der Adresse dann - mehr oder weniger - deutlich drinstehen müssen.

Spätestens dann hätte also jeder Spieler selber entscheiden können, ob er den neuen AGB zustimmt oder nicht...

Aber wie wir ja lesen konnten, war das nicht der einzigste Punkt an dem es gescheitert ist.

Was meiner Meinung nach die ganze Zeit unter den Tisch gekehrt wird: Ich finde es von den Markeninhabern klasse, dass Antamar so lange unbeheligt laufen konnte. Da gibt es krasse Beispiele anderer Firmen, die Fanprojekte jeder Art gleich mit Abmahnung usw unterbinden.

Ich selber bin erst vor ein paar Wochen - nach vielen Jahren DSA und PC-Games Abstinez - über Drakensang wieder auf DSA gekommen.

Und so zu den Horchposten Höhrbüchern, hier zu den Browsergames und zu Antamar... also der von Herrn Dr. Blanck beschriebene Multiplikatoreffekt funktionierte bei mir :-)

Unter dem Strich find ich es einfach nur schade, dass es über Antamar keine Einigung gegeben hat - egal aus welchen Gründen.

Toll wäre es, wenn sich die Parteien jetzt mit etwas Abstand nochmal zusammensetzen würden... aber das wird wohl einfach Wunschdenken von mir sein :-)

Gruß,
Phelan

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