Bewertung: Das Schiff in der Flasche

Moderatoren: CM_Admin, exnef, Funkeldrache

Wie hat dir das Abenteuer "Das Schiff in der Flasche" gefallen?

sehr gut (5 Sterne)
5
42%
gut (4 Sterne)
2
17%
zufriedenstellend (3 Sterne)
2
17%
geht grad so (2 Sterne)
1
8%
schlecht (1 Stern)
2
17%
 
Abstimmungen insgesamt : 12

Bewertung: Das Schiff in der Flasche

Beitragvon CM_Admin » Donnerstag 21. Juli 2011, 09:52

Bild

Dieser Faden ist zur Bewertung und Diskussion des Abenteuers Das Schiff in der Flasche von Arne Gniech, Reiner Kriegler und Marc Zwinz mit Beiträgen von Stefan Blanck vorgesehen. Da eine Bewertung allein vielleicht nicht so viel aussagt, kannst du hier auch allgemein deine Meinung zum Abenteuer kundtun oder auch deine Bewertung ausführlicher begründen.

Aber:
Bitte nur dann abstimmen, wenn du das Abenteuer bereits gespielt hast - du kannst deine Bewertung nicht mehr ändern!

Wie hat dir das Abenteuer "Das Schiff in der Flasche" gefallen?
  • sehr gut (5 Sterne)
  • gut (4 Sterne)
  • zufriedenstellend (3 Sterne)
  • geht grad so (2 Sterne)
  • schlecht (1 Stern)
Benutzeravatar
CM_Admin
Site Admin
 
Beiträge: 3546
Registriert: Samstag 10. Mai 2003, 13:49

Beitragvon Andra » Samstag 3. September 2011, 01:54

Das Abenteuer ist spannend aufgrund seiner Schwierigkeit und bietet viele Überraschungen und kleine Geschichten zu erforschen.
Nur um dahin zu kommen muss man sich zunächst durch den Anfang durchkämpfen. Der Anfangsweg ist immens linear, da es recht wenig Alternativen gibt und selbst alternative Auswahlmöglichkeiten häufig zum selben Ergebnis führen. Außerdem hat man viel zu oft das Gefühl man wolle seinen Helden anschreien, da im Rahmentext viele Entscheidungen für einen getroffen werden, die teilweise gänzlich uninstinktiv sind. Diese Erzählweise mag aber auch am Alter dieses Abenteuers liegen. (Vielleicht bin ich auch nur ein wenig bevorurteilt wegen des Anfangs, da es so vielen DSA-Sessions ähnelte, eigentlich jedem DSA Stadtabenteuer, wenn ich so drüber nachdenke. (Aber ok, grade durch das Alter dieses Abenteuers kann es sein, dass dieses historische Werk die heutigen Klischees initiiert hat, das wäre natürlich etwas anderes))
Der zweite Teil wird allerdings dann höchst spannend und bietet immens viele Wege die beschritten werden können. Sehr viele Überraschungen warten hinter jedem sonst so mundänen Gegenstand, so dass man zum Teil doch laut auflachen muss über die Kreativität der Fallen. Je nachdem wie forschungslustig man ist kann man teilweise immense Belohnungen für ein wenig mut und Forschergeist erhalten (zumindest ich hatte zufällig einen wirklich günstigen Ausgang, bei dem sich herausstellte, dass zumindest eine Entscheidung am Anfang große Auwirkungen am Ende haben kann). Ich möchte nicht zuviel verraten über was passiert, aber eigentlich dürften es einige allein durch den Klappentext vermuten.

Aber auf eine Sache sollten sich Spieler unbedingt vorbereiten: Sehr viel Backtracking und dies nur teilweise bedingt durch Tod. Versucht im Anfangsteil möglichst viele Lebenspunkte übrigzuhalten oder noch besser: Geht dieses Abenteuer nicht ohne Lebenstrank/-tränke an, wie ich es probiert habe. Denn viele kleine Vorkomnisse können und werden euch ebendiese stibitzen und nicht alle sind verhinderbar. Als Richtlinie ist es vollkommen imperativ vor dem 7weiten Teil mehr als 20LP übrigzuhaben, je mehr drüber, desto besser.
Da erst gen Ende die eine Passage deutlich wurde, wo man garantiert (zumindest bei allem was ich versuchte) durchschnittlich 3-8 LP verlor, musste ich wieder irgendwo am Anfang ansetzen und nochmal hierhin spielen. Glücklicherweise machen dies freundliche Speicherpunkthäufigkeiten durchaus möglich.
Und lasst euch nicht abschrecken - um ehrlich zu sein brachte grade diese chronische LP-Knappheit große Teile der Spannung mit sich. Wenn Entscheidungen einem Charakter nach ein paar fiesen Würfelproben, die man durch pures Glück bestanden hat, umbringen könnten, überlegt man sich zweimal den großen metaphorischen Knopf mit dem Schild "drück mich" tatsächlich zu drücken.

Ich weiß nicht genau ob das Spiel tatsächlich so gut für Erstlevel geeignet ist wie ausgeschrieben. Recht viele erschwerte Würfelproben und ein Kampf machten es auch für meine Level 5 doch noch recht knifflig. Allerdings weiß ich nicht ob diese jeweils einfacher für Helden mit weniger Erfahrungspunkten sind. So nicht dann würde ich doch davon abraten, da mit einem neuen Helden reinzugehen.

Alles im allen aber brachte das Abenteuer grade durch seine Schwierigkeit und seinen vielseitigen Überraschungswert seinen Charme. Es ist auch eine wunderschöne Möglichkeit für Gelegenheits-DSA-spieler wie mir einen Blick in die spannende Vergangenheit zu richten. Für Leute, die ein wenig Zurückblättern nicht stört: Besorgt es euch!

------------

Liebste Entwickler, einen Bug gab es dann doch noch:Wenn man 5LP übrig hat darf man laut System weiterspielen, bis man in eine Kampfsituation kommt, wo man sofort als tot erklärt wird.

------
-Disclaimer - Als Gelegenheits-DSA-Spielerin ist mir klar, dass ich in diesen paar Zeilen über sehr viele Dinge geredet habe, von denen ich nur bruchstückhaft Ahnung habe. Trotzdem bitte ich alle Alteingesessenen, nicht die dicken Regelbüchern zu holen und mir auf die Finger zu hauen, bitte.
Andra
 
Beiträge: 1
Registriert: Samstag 3. September 2011, 00:58

Beitragvon CM_Admin » Samstag 3. September 2011, 21:54

Hallo Andra,

vielen Dank für deine ausgiebige Kritik.

Zu den < 5 LE: Da hast du recht, wobei etwas ältere Regeln hierzu auch besagen, dass der Held in diesem Fall bewusstlos wird und erst regenerieren müsse. Wie auch immer, es wäre ziemlich ärgerlich für Spieler, wenn ihr Held noch weiterspielen darf, nur um dann vor dem nächsten Kampf aufgeben zu müssen. Dann doch eher gleich. Selbstverständlich könnte man jetzt erwidern, dass bis zu diesem Zeitpunkt vielleicht eine Zurückgewinnung von LE möglich wäre. Stimmt. Aber es würden auch andere widersprüchliche bzw. irrsinnige Situationen entstehen, wenn z. B. mit < 5 LE eine körperliche Anstrengung (mit Probe) gefordert wäre, die der Held im Gegensatz zu einem Kampf bewältigen darf. Es ist schier unmöglich, das Abenteuer permanent mit der Fallunterscheidung zu begleiten, ob der Held zurzeit < 5 LE besitzt.

Fazit: Wir handhaben diesen - durchaus bewussten - Kompromiss konsequent in dieser Weise und hoffen, es stört dich nicht allzu sehr.
Benutzeravatar
CM_Admin
Site Admin
 
Beiträge: 3546
Registriert: Samstag 10. Mai 2003, 13:49

Beitragvon Laske Thorwalson » Dienstag 20. September 2011, 21:38

Mir hat das Abenteuer sehr gut gefallen!

Nach "Verschwörung in Ferdok" und "Gefährliches Erbe" hatte ich den Eindruck, ein junger Abenteurer auf dem Weg zum Helden muss erstmal ein paar Rückschläge einstecken und an der Nase herumgeührt werden, bevor er langsam seine Fähigkeiten entfalten kann ;-)

Ganz anders in diesem Abenteuer! Der Held darf sich auch wie einer benehmen. Es gibt einige kleine Nebenschauplätze und Überraschungen und viel zu entdecken. Ganz besonders im zweiten Teil entwickelt das Abenteuer eine erstaunliche Atmosphere. Es macht Spass all die seltsamen Dinge zu erkunden.

Das Abenteuer ist schön geschrieben, spannend, manchmal lustig aber niemals lächerlich. Ein echter Klassiker also.
Benutzeravatar
Laske Thorwalson
 
Beiträge: 110
Registriert: Samstag 27. August 2011, 23:28

Beitragvon Ayrina » Montag 28. November 2011, 05:22

So, habe dem Dingsi hier auch mal nur 1 Stern gegeben. Aus irgendeinem Grund falle ich mit meiner hochstufigen Heldin vom Mast immer ins Wasser anstatt dass eine Klettern-Probe kommt. Und das obwohl ich GENAU den selben Weg beschritten habe, wie mit meiner ersten Heldin, mit der ich das durchgespielt habe?

Da der einzige Grund die besseren Werte sein können, sage ich auch hier: ihr wollt mich wohl verarschen? Das Abenteuer ist nich auf gleichem Wege durchspielbar? Nee, nee. Für so nen Mist sollte es 0 oder -1 Sterne geben.
Benutzeravatar
Ayrina
 
Beiträge: 200
Registriert: Mittwoch 28. Oktober 2009, 02:26

Re: Bewertung: Das Schiff in der Flasche

Beitragvon Jahnu » Sonntag 29. Dezember 2013, 02:26

Ein weiteres Abenteuer alter Schule, das mir Spaß gemacht hat und gerade dessen ersten Teil in der Stadt ich sehr gelungen fand, auch wenn es extrem linear zugeht. Es ähnelt eher einer Geschichte, die man erzählt bekommt, als dass man selbst ein Abenteuer erlebte, weil man meistens wenige/keine Handlungsmöglichkeiten hat. Für mich war diese Geschichte aber, auch und gerade in vielen netten Details, sehr schön zu lesen.
Der zweite Teil fällt allerdings in meinen Augen vom Unterhaltungswert her ab und gegen Ende kann es extrem frustierend werden, wenn man nicht genügend Lebensenergie übrig hat.
Spoiler: Der Kampf gegen den Magier kann extrem nervig werden, wenn man das Abenteuer mit einem frischen Stufe-1-Helden spielt. Hier und da verliert man vorher schon mal Lebenspunkte, dann kommt erst das Ausweichen per Körperbeherrschung (sonst Schaden), dann der Kampf gegen das Flammenschwert, der eigentlich gut Schaden garantiert, und dann - ohne Zwischenspeichern - die um 4 Punkte erschwerte Mut-Probe. Wenn man die nicht schafft, gibt es nochmal Schaden, was für meinen Helden gleich zweimal der Todesstoß war. Dann also wieder von vorne, mal die Feuerlanze abkriegen, mal vom Flammenschwert erschlagen werden ... diese Passage habe ich wohl 15 Mal gespielt, das machte keinen Spaß.
Ach ja, warum nur dieser bemühte Berliner Akzent? Das empfand ich als eher unpassend und den Lesefluss störend.

Von mir drei Punkte für "Das Schiff in der Flasche".
Benutzeravatar
Jahnu
 
Beiträge: 40
Registriert: Donnerstag 26. September 2013, 13:50


Zurück zu Abenteuerbewertungen

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 1 Gast

cron