Lob und Kritik zu Yaquirwellen

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Lob und Kritik zu Yaquirwellen

Beitragvon gundi » Mittwoch 9. Juni 2010, 22:37

Trotz des nervigen Firewallproblems (siehe Thread im Technik-Board) habe ich mir die Freude an Yaquirwellen nicht nehmen lassen.

Hier nun mein Feedback:

POSITIV:

Im ersten Teils des Abenteuers kam eine richtig gute Krimi-Stimmung auf. Von dieser Sorte Abenteuer wünsche ich mir mehr ! Toll fand ich insbesondere die große Entscheidungsfreiheit, die es dem Spieler selbst überließ, wann, ob und in welcher Reihenfolge er den einzelnen Spuren nachgehen wollte.

Die Texte des Abenteuers waren lebendig geschrieben und konnten sehr viel von der Atmossphäre Punins vermitteln. Die Informationshäppchen waren gut dosiert, so dass der Spieler einerseits Lust auf mehr bekam, andererseits aber auch nicht zu viel vorweggenommen wurde.

NEGATIV:

Das Ende kam viel zu abrupt. Von der im ersten Teil des Abenteuers aufgebauten Vielschichtigkeit ist hier nichts übrig geblieben. Ich hatte das Gefühl, dass das Abenteuer an dieser Stelle nur schnell beendet werden sollte. Vielleicht wäre es besser gewesen, aus der Story wie bei Saat des Zorns zwei Abenteuer zu machen.

Der Endgegner war von den Werten her eine absolute Lachnummer. So hatten die Flußpiraten höhere AT/PA Werte als der Obergangster. Dieser wurde in Punin als extrem gefährlich, verschlagen und einflussreich aufgebauscht, ließ sich am Ende aber leicht besiegen. Nach den Beschreibungen hätte ich mindestens einen Gegner vom Schlage eines Lurdus von Bringwalden erwartet.

Auch erklärt sich mir nicht, warum die Komplizen des Mafia-Paten den Helden zweimal (!) laufen lassen. Dies ist lebensfremd.

So kann man den Detektiv am Anfang des Spiels bei der Hausherrin anschwärzen, weil dieser einen in eine tödliche Falle laufen lassen wollte. Als die Hausherrin dem Helden nicht glaubt und ihn entlassen will, setzt sich der gleiche Detektiv für den Helden ein und sorgt dafür, dass dieser doch noch seine Stellung behält. Warum will der Detektiv zuerst jemanden ermorden, nur um genau dieser Person später noch die Steigbügel zu halten ? Spätestens nach der ersten Enttarnung hätte ich erwartet, dass der Detektiv den unliebsamen, gefährlichen Mitwisser nun endgültig ausschalten will.

Auch finde ich es unlogisch, dass die Räuber am Schluss den Helden einfach so am Leben lassen und ihm durch ihre Fährte auch noch schön den Weg ins "Hauptqaurtier" weisen. Dies gilt umso mehr, als der Gangsterboss zuvor als jemand beschrieben wird, der im Fall potenziell unliebsamer Mitwisser lieber auf Nummer sicher geht.

FAZIT:

Trotz allem aber ein gelungenes Abenteuer, welches ich nur jedem empfehlen kann und das wirklich Spass gemacht hat !!! :D
gundi
 
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Registriert: Sonntag 31. Januar 2010, 21:04

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