Grabräuber

Moderatoren: TheGrey, CM_Admin

Antworten
Xorgon
Beiträge: 113
Registriert: Freitag 12. September 2008, 09:50

Grabräuber

Beitrag von Xorgon » Donnerstag 16. Oktober 2008, 14:33

Ich hab da mal ne Frage:

Liegt auf dem Helden im Abenteuer "Grabräuber" ein Fluch oder ähnliches?

Ich spiele es gerade zum vierten mal und habe festgestellt, dass die tatsächlichen gelungenen Proben deutlich hinter den errechneten zurückbleiben.

Beispiel: Ich hab einen AT Wert von 10 bei Wuchtschlag +7 (+8 je nach Held)

Macht eine theoretische Chance von 50%. Ich hab zweimal Buch geführt und einmal bei 20 Versuchen nur 5 Attacken und einmal sogar nur 4 Attacken durchgebracht. Das sind dann eher 25%. Dass die dann fast immer auch noch pariert wurden erwähn ich mal nur am Rande.

Anderes Beispiel: Eine errechnete 30%ige Erfolgschance (Hebel bei der Brücke) brachte mir bei 30 Versuchen gerade mal 5 Treffer.

Ich hab mich lange zurückgehalten, ob ich dies wirklich schreiben soll, aber jetzt war es einfach stärker als ich.

Benutzeravatar
CM_Admin
Site Admin
Beiträge: 3569
Registriert: Samstag 10. Mai 2003, 13:49

Beitrag von CM_Admin » Donnerstag 16. Oktober 2008, 15:16

Hallo Xorgon,

der Zufall schlägt schon mal Kapriolen. :wink: Aber im Ernst: Wir haben keinen "Fluch" einprogrammiert. Du hast offenbar eine Pechsträhne erlebt, die sich statistisch gesehen irgendwann mit Sicherheit wieder ausgleicht.

Xorgon
Beiträge: 113
Registriert: Freitag 12. September 2008, 09:50

Beitrag von Xorgon » Donnerstag 16. Oktober 2008, 18:16

Wollen wir mal hoffen, dass sich dass wieder ausgleicht.

Hab wohl auch nicht wirklich dran geglaubt, dass das was Spielmechanisches ist, aber nach zwei Tagen durchgehender Pechsträhne kann man schonmal vom Glauben abfallen. ;)

Hesha
Beiträge: 19
Registriert: Montag 6. April 2009, 19:56

Beitrag von Hesha » Montag 6. April 2009, 20:08

Ich poste einfach mal hier, wir müssen ja nicht 1000 Threads mit dem Titel "Grabräuber" haben... vorweg aber eine Frage: Bringt es eigentlich was, die Abenteuer inhaltlich zu kritisieren, oder sind sie nach Erstellung ohnehin "geistiges Eigentum" des jeweiligen Autoren, und werden dadurch in keinem Fall inhaltlich verändert?

Jetzt aber zur Sache... ich finde es ein Unding, dass die möglich "Kämpfe" in diesem, dem 5. Abenteuer meiner 7.-stufigen Heldin, einfach mit ihrem Tod enden, ohne, dass es zum Würfeln kommt. Was soll das? Mit AT/PA 19/14 und den SFs Hammerschlag und Befreiungsschlag, traue ich ihr durchaus zu mich ein paar dieser Kasper fertig zu werden, auch z.B. die Zyklopen auf Phenos waren keine wirkliche Herausforderung, einer der beiden war bereits tot und meine Heldin unverletzt, als die 5 Runden vergangen waren.
Ich fühle mich da über die Maßen bevormundet, gibt es das in anderen Abenteuern auch in dem Ausmaß? Das wüßte ich gern, bevor ich weiter Geld für "Phexsterne" ausgebe!

(Zu "Gefährliches Erbe" will ich mal weniger sagen, ich fand es unmöglich. Es wäre wirklich super, wenn derartiger Schenkelklopfer-Abenteuer auch entsprechend gekennzeichnet würden, denn die 177 AP waren die Tortur und 3,33€ echt nicht wert! Es gibt sicherlich Spieler, die mit einem derartigen Abenteuer viel Spaß hätter, aber für mich war es zuviel des Guten.)

Benutzeravatar
CM_Admin
Site Admin
Beiträge: 3569
Registriert: Samstag 10. Mai 2003, 13:49

Beitrag von CM_Admin » Montag 6. April 2009, 23:00

Hallo Hesha,

vorneweg: Es bringt IMMER etwas, uns zu kritisieren, denn wir (Autor/-in und Redaktion) lesen jede Kritik und beherzigen sie, d. h. wir verarbeiten die Kritik. Deine! Und die von anderen Spielern auch!

Das kann durchaus dazu führen, dass wir auch im Nachhinein Abenteuer verändern. So beispielsweise geschehen bei Geheimnis der Zyklopen, in dem jeder Spieler für sich entscheiden kann, ob er normale oder in 3(!) Abstufungen erleichterte Schwimmproben seinem Helden zumuten möchte.

Im Fall der Grabräuber hat der Autor beabsichtigt, den Helden (Spieler) zu Beginn unter Zeitdruck zu setzen. Der Held soll einen Ausweg finden, ohne dass er sich diesem Zeitdruck durch pure Gewalt (sprich: erfolgreichem Kampf) entledigen kann. Die Gegner sind nämlich auch für den zweiten "Abschnitt" des Abenteuers sehr wichtig, in dem es um die Verfolgungsjagd mit den Loren geht. Wären die Gegner dann schon tot, gäbe es dort keine Spannung mehr. Nicht zuletzt deshalb sollten sie (bis dahin) überleben.

Zu den Zyklopen: Es ist immer eine Gratwanderung, die Abenteuer für alle Archetypen (Zwergensöldner <-> Forscher) und Stufen so zurecht zu schneidern, dass sie sowohl eine Herausforderung bieten, aber auch zu schaffen sind. Durchaus möglich, dass es für dich an dieser Stelle zu einfach war. Keine Bange. Du solltest dich an Absolute Macht versuchen. Das könnte dir gefallen.

Gefährliches Erbe ist ein zynisch/humoristisches Abenteuer von Karl-Heinz Witzko, dessen Name für diesen Stil einsteht. Vielleicht muss man zwischenzeitlich in Bezug auf DSA (leider) sagen: "Einstand". Karl-Heinz Witzko war schon immer für seinen außergewöhnlichen Schreibstil bekannt, den zahlreiche DSA-Spieler und nicht zuletzt wir selbst SEHR mögen. Deshalb hatten wir das nicht besonders hervorgehoben. SORRY hierfür, wenn dir das Abenteuer deshalb nicht so gut gefallen hat. Es ist das (bis dato) einzige dieser Art. Alle anderen sind ernst und nicht humoresk, um dir Gewissheit bei deiner Auswahl zu geben. (Bei aller Satire: Dieses Abenteuer von Karl-Heinz Witzo ist pures, lebendiges Aventurien!)

Hesha
Beiträge: 19
Registriert: Montag 6. April 2009, 19:56

Beitrag von Hesha » Dienstag 7. April 2009, 00:48

Erstmal danke für die lange und individuelle Antwort, das ist nicht selbstverständlich und sehr kundenfreundlich.

Ich bin beruhigt, dass es den Stil bei den anderen Abenteuern so nicht geben soll.

Ich nehme meine Kritik am "Grabräuber" ein wenig zurück, der Rest des Abenteuers war sehr schön und spannend, vor allem die Reaktion des "Caballeros", nachdem ich reingeplatzt bin, die beiden Halunken und seinen Leibwächter niedergemacht habe... herrlich. Nur, um einen Vorschlag für die Minenszenen zu machen: Lasst doch einfach Kämpfe zu! Gegen 4 oder mehr Gegner von Format schafft es wohl kaum jemand, doch man fühlt sich wenigstens ernstgenommen, wenn man durch einen echten Kampf mit Würfeln verliert...

Zum Zyklopenabenteuer: Das fand ich auch sehr schön, die Schwimmproben (hatte ja nach dem Text dazu meine Bedenken) hat meine thorwalsche Piratin dann aber doch auch bei normaler Schwierigkeit gepackt... aber ich muss sagen: MEHR ARENAKÄMPFE! ;)

Weiter so, Leute... es macht mir Spaß! (Und in eigener Sache: Wie qualifiziert man sich als Autor für die Abenteuer?)

Benutzeravatar
CM_Admin
Site Admin
Beiträge: 3569
Registriert: Samstag 10. Mai 2003, 13:49

Beitrag von CM_Admin » Dienstag 7. April 2009, 19:10

Hesha hat geschrieben:Nur, um einen Vorschlag für die Minenszenen zu machen: Lasst doch einfach Kämpfe zu! Gegen 4 oder mehr Gegner von Format schafft es wohl kaum jemand, doch man fühlt sich wenigstens ernstgenommen, wenn man durch einen echten Kampf mit Würfeln verliert...
Das ist ein zweischneidiges Schwert. Denn wie schon gesagt, wir brauchen Gegner im zweiten Abschnitt. Wenn du im ersten Abschnitt die Gegner weghaust und im Anschluss einfach neue auftauchen, dann würdest du dich auch nicht ernst genommen fühlen, denn egal was du machst, es führte zu keinem anderen Ergebnis. Wären die Gegner andererseits zu stark, dann verbeißen sich Spieler in diesen Kampf (oder Kämpfe) und wären dann frustriert. (Wir kennen das von Absolute Macht. Da sind wir auf deine Reaktion gespannt, sobald du das spielst.)
Hesha hat geschrieben:MEHR ARENAKÄMPFE! ;)
:twisted: Wart's ab! :twisted:
Hesha hat geschrieben:(Und in eigener Sache: Wie qualifiziert man sich als Autor für die Abenteuer?)
Du kannst ein Exposé (1 Seite Inhalt) plus eine halbe Seite Textausschnitt einreichen.

Hesha
Beiträge: 19
Registriert: Montag 6. April 2009, 19:56

Beitrag von Hesha » Mittwoch 15. April 2009, 00:07

So, da ist der good ole Hesha wieder...

Ich wollte nicht antworten bevor ich "Absolute Macht" durch habe, deshalb hat es etwas gedauert, mir fehlte die Zeit. Was Du mit den Kämpfen vorhergesehen hast, stimmt. Aber ich finde es gut so...

Ich finde es gut, dass man am Anfang einen der Turbanis umhauen darf, (der Kampf am Fenster mit dem Leibwächter ist nicht so gelungen, man hat keine Abzüge für Blindheit und selbst wenn man ihn in den 5 Runden zur Strecke bringt, wundert sich der Held, warum er nicht verfolgt wird...), die Möglichkeit häppchenweise die Bannstrahler wegzukloppen fand ich prima, auch wenn der letzte Kampf gegen den Obermufti und seine zwei Freunde wohl als unschaffbar gelten dürfte und ich daher nicht weiß, was danach bei einem Sieg passieren würde. Den Rest fand ich auch schön, nur schade dass man für die Leviatanim nur einmal das Treat in AP bekommt... nach dem dritten von den Dickwänsten hatte ich dann keine Lust mehr und bin wieder rausgelaufen... ;) Sehr schön das Abenteuer, da gab es ordentlich zu Kämpfen, auch wenn es mir insgesamt doch eine Nummer zu episch war, ich jage nun einmal lieber Wildschweine in Gemhar, als D******ringe in Mhanadistan... welches AB wäre als nächstes empfehlenswert? (im Sumpf des Verderbens war mein Schnucki Sindara schon)

Benutzeravatar
CM_Admin
Site Admin
Beiträge: 3569
Registriert: Samstag 10. Mai 2003, 13:49

Beitrag von CM_Admin » Donnerstag 16. April 2009, 09:29

Hallo Hesha,

freut uns, dass dir das Abenteuer (trotz seiner Epik) gut gefallen hat. Ein Tipp für ein neues? Was sollen wir dir da antworten? Sind alle gut. :wink:

Yonara von Rhodenwalde
Beiträge: 5
Registriert: Montag 20. Juli 2009, 01:41
Kontaktdaten:

Beitrag von Yonara von Rhodenwalde » Montag 20. Juli 2009, 01:45

Mal ein anderes Konzept mit dem Zeitdruck - nette Idee. Was ich allerdings ganz und gar nicht nett fand war, dass meiner Heldin dickenfeindliche Kraftausdrücke ("Fettwanst") in den Mund gelegt worden sind. Wäre schön, wenn das nicht mehr vorkommt. Das ist wahrlich alles andere als heldenhaft.

Antworten