Ferdok, Lagerhaus: Pagols Reaktion teilweise Zufall?

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Ferdok, Lagerhaus: Pagols Reaktion teilweise Zufall?

Beitragvon Baki » Freitag 15. Januar 2010, 23:53

Achtung Spoiler:

Ich habe nun zig mal die verschiedenen Ausgänge der Untersuchung im Lagerhaus ausprobiert und vermute sehr stark, dass Pagols Reaktion auf das Handeln des Helden teilweise zufallsbedingt ist.

Folgende Abfolge habe ich mehrmals wiederholt:

1. Pagol nach nach den Wachen gefragt und eine Menschenkenntnissprobe +1 abgelegt.

2. Versucht auf die Kisten zu steigen.

3. Die Fässer untersucht.

4. Die Fährtensuchenprobe abgelegt und bei Erfolg die Klugheitsprobe.

5. Dann zwangsweise die Intiotionsprobe abgelegt (hierbei nur Erfolge gewertet).

6. Pagol meine Überlegungen mitgeteilt.

7. Ihm auf die Sprünge geholfen.

8. Gesagt, dass ich davon überzeugt sei, dass es keine Stoerrebrandts waren.

9. Gesagt, dass es für einen Verdächtigen noch zu früh sei.

10. Die überlegung, es müsse ein Verräter in den eigenen Reihen sein, zugerückgehalten.

11. Daraufhin hat Pagol mich im Schlaf oftmals erstickt, manchmal jedoch auch nicht. Mir sind zwar nicht immer alle Proben gelungen, aber der Dialog mit ihm war immer der Selbe. Warum sollte er also manchmal den Helden umbringen und manchmal nicht?

Ist es also teilweise Zufall, ob Pagol den Helden im Schlaf ermordet, oder nicht? Falls es kein Zufall sein sollte, wäre ich dankbar für eine Aufklärung der Variablen.
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Beitragvon Ull77 » Samstag 16. Januar 2010, 01:06

Meiner Meinung nach hängt es auch vom Sozialstatus des jeweiligen Helden ab.
Habs einmal (mit SO2) mit (der derzeitigen) Höchstpunktzahl geschafft, dann aber mit anderen Helden (mit höherem So) trotz exakt gleicher Vorgehensweise nicht mehr.
Kann aber auch an Deiner Theorie von Variabler Reaktion Pagols liegen. :?:

so long...
Ull
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Beitragvon CM_Admin » Samstag 16. Januar 2010, 11:19

Hierzu einige Anmerkungen:

Die Reaktion von Pagol hängt unmittelbar von den Aktionen und der Gesprächsführung des Helden ab. Das setzt sich über mehrere Tage fort.

Ob dein Held nächtens gemeuchelt wird, kann passieren, muss aber nicht. Dabei gibt es durchaus ein Zufallsmoment, aber die Wahrscheinlichkeit wird maßgeblich durch die Vorgehensweise des Helden im Abenteuer (siehe oben) zwischen "wird mit Sicherheit nicht gemeuchelt" bis "wird sehr wahrscheinlich gemeuchelt" bestimmt.

Die erzielbaren AP folgen dem Prinzip: "No risk. No fun." Also ein Held, der Pagol erzürnt (aus dessen Betrachtungsweise heraus) und somit ein höheres Risiko eingeht, nächtens ermeuchelt zu werden, der wird auch mehr der "verborgenen" Abenteuerpunkte erhalten.

Bei den Abenteuerpunkten gibt es KEIN Zufallsprinzip. Ull77 muss ich hier wiedersprechen: Bei exakt gleichem Ablauf des Abenteuers gibt es für jeden Helden die gleiche Anzahl von Abenteuerpunkten.

Der Sozialstatus spielt genauso wenig eine Rolle wie der Archetyp.

Wir verfolgen in ALLEN Abenteuern den Grundsatz, dass weder Archetyp, Geschlecht, Sozialstatus, Eigenschaftswerte oder Talentwerte automatisch dazu führt, dass Helden unterschiedliche APs erhalten. Kurz: Jeder kann immer die maximale Punktzahl erhalten. (Es gab an anderer Stelle hier im Forum schon mal anderslautende Vorschläge. Aber dieser Grundsatz ist für uns unumstößlich.)
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Beitragvon Baki » Samstag 16. Januar 2010, 11:20

das wäre eine mögliche Erklärung. Ich fände es jedoch sehr schade, wenn es so wäre, da dieser Wurf ja versteckt ausgeführt wird.

Edit: Hatte den Post von CM_Admin nicht gelesen. Ich finde es trotzdem schade, dass Pagols Reaktion teilweise Zufall ist, da dies nicht ersichtlich ist. In meinem Fall fände ich eine Überreden Probe am Ende des Lagerhauses sehr viel passender. Wenn der Zufall eine Rolle spielt, dann sollte das auch deutlich gemacht werden meiner Meinung nach.

Ähnlich empfand ich im Abenteuer Nedime: Ob die Auswirkung des Trankes permanent ist, oder nicht, ist meines Wissens nach zwar nicht zufällig, aber von nicht logische begründbare Zusammenhängen abhängt, was im Endeffekt dazu führt, dass es ohne exzessives Speichern und Laden wiederum effektiv doch wieder völlig zufällig macht. Hinzu kommt noch, dass es dem Spieler völlig unbekannt ist, dass er hier dem Zufall unterlag, wenn er nicht gerade im Forum nachgelesen hat, dass es unterschiedliche Effekte gibt. Ich weiß nicht, ob die Eigenschaft, die der Trank steigert, auch von vorherigen Aktionen abhängt, oder totaler Zufall ist, beides empfinde ich jedoch als negativ. Denn der Held wird für etwas entweder mehr oder weniger belohnt, für etwas, was er, ohne es auch nur vermuten zu können, beeinflusst hat.

Ich bin der Meinung, dass nicht erkennbare Zufälle vermieden werden sollten, besonders, wenn es - wie bei Nedime - um einzigartige, besonders wertvolle Belohnungen geht.
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Beitragvon CM_Admin » Samstag 16. Januar 2010, 11:37

Hallo Baki,

was findest du daran schade? Wir haben an anderer Stelle hier im Forum schon darüber debattiert, wie intelligent sich NPCs verhalten dürfen. Dazu gehört auch, dass sich NPCs auf "natürliche Weise" verhalten und dazu werden explizit bei Verschwörung in Ferdok subtilere Mittel benutzt als eine Skala "über dem Kopf" von Pagol, die ständig seinen "Erzürntheitsgrad" anzeigen würde.

Dies ist einer der spannenden Punkte, der in dem dortigen Thread von mir aufgeworfen wird: Muss man in einem Computerspiel dem Spieler die absolute Informationsvollmacht über NPCs geben? Oder dürfen NPCs auch ihre eigene Gedankenwelt haben, die sie dem Held (respektive dem Spieler) durch ihr Verhalten ausdrücken.

Wir sind es von Computerspielen gewohnt, den Lebensenergie-Balken des Gegners zu sehen. Das ist aus Gameplay-Gesichtspunkten heraus in den allermeisten Fällen auch sehr wichtig. Aber muss das deshalb IMMER so sein und für ALLES gelten? - Ich meine: Nein.

Stefan Blanck

P.S.: Ich kopiere diesen Diskussionspunkt in den anderen Thread, da die Diskussion sinnvollerweise dort fortgesetzt werden sollte. Beschränken wir uns hier auf Verschwörung in Ferdok.
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Beitragvon Baki » Samstag 16. Januar 2010, 11:54

Mist, und wieder haben wir zeitlich aneinander vorbeigeposted.

Mein Post nach deinem bezog sich auf den Post von Ull77. Während du dann auf meinen Post geantwortet hast, habe ich ihn editiert :)
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Beitragvon CM_Admin » Samstag 16. Januar 2010, 12:29

Verschwörung in Ferdok
Anders formuliert: Sämtliche Reaktionen von Pagol, seine Wortwahl und seine beschriebenen Mimiken sind KEIN Zufall sondern absolut determiniert allein durch den Helden. - Einzig, ob dein Held gemeuchelt wird oder nicht unterliegt einem (stark vom Helden - Spieler - beeinflussbaren) Zufallsmoment, das dir genau dann ersichtlich wird, wenn das Ereignis eintritt. - Was willst du mehr? Meinst du, es trägt zur Stimmung bei, wenn wir - an dieser Stelle mal von dem erzählerischen Fehler abgesehen, dass dein Held das folgende eigentlich nicht sieht - schreiben würden:

Pagol sitzt am Küchentisch der Unterkunft für die Neisbeckschen Lagerarbeiter. Nur ein paar Zimmer entfernt schläft dein Held den Schlaf der Gerechten. Pagol greift zu einem 20-seitigen Würfel und dreht ihn nachdenklich zwischen seinen wurstigen Fingern. Wenn er eine 17 bis 20 wirft, so nimmt er sich vor, will er zu deinem Helden rüber gehen und ihm das Licht ausknipsen. Jetzt gilt's. Er schüttelt den Würfel in der hohlen Hand und lässt ihn über den Tisch kullern. Knapp vor der Tischkante kommt er zum Erliegen. Er zeigt eine ... 8! 'Hm', denkt sich Pagol, 'doch kein übler Kerl, der da mit der Elana Ferdok erreichte. Werd' ihm morgen noch mal auf den Zahn fühlen und ihn mit einem hundsgemeinen Auftrag auf die Probe stellen, ob er unserem Neisbeckschen Haus loyal ist.'


Nedime
:roll: Aaaaaalso, bei Nedime hängt es GANZ UND GARNICHT vom Zufall ab, ob der Trank permanent wirkt oder nicht. Das - aus Meistersicht - wirklich witzige daran ist, dass das GANZ ALLEIN von - man könnte sagen - der (Neu-)Gier des Spielers(!!!) abhängt. In Kiesowscher Tradition stehend gebe ich zu, dass diese kleine "Gemeinheit" aus meiner Feder stammt. Sebastian Thurau trägt keine "Schuld".

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Beitragvon Baki » Samstag 16. Januar 2010, 12:40

CM_Admin hat geschrieben:
Pagol sitzt am Küchentisch der Unterkunft für die Neisbeckschen Lagerarbeiter. Nur ein paar Zimmer entfernt schläft dein Held den Schlaf der Gerechten. Pagol greift zu einem 20-seitigen Würfel und dreht ihn nachdenklich zwischen seinen wurstigen Fingern. Wenn er eine 17 bis 20 wirft, so nimmt er sich vor, will er zu deinem Helden rüber gehen und ihm das Licht ausknipsen. Jetzt gilt's. Er schüttelt den Würfel in der hohlen Hand und lässt ihn über den Tisch kullern. Knapp vor der Tischkante kommt er zum Erliegen. Er zeigt eine ... 8! 'Hm', denkt sich Pagol, 'doch kein übler Kerl, der da mit der Elana Ferdok erreichte. Werd' ihm morgen noch mal auf den Zahn fühlen und ihn mit einem hundsgemeinen Auftrag auf die Probe stellen, ob er unserem Neisbeckschen Haus loyal ist.'



Pagol sollte den Helden entweder umbringen, oder nicht - und keinen w20 würfeln. Je nachdem, was der Held vorher getan hat. Der NPC wäre nicht tranzparent und das unbekannte Zufallsmoment wäre eliminiert.

Nedime
Rolling Eyes Aaaaaalso, bei Nedime hängt es GANZ UND GARNICHT vom Zufall ab, ob der Trank permanent wirkt oder nicht. Das - aus Meistersicht - wirklich witzige daran ist, dass das GANZ ALLEIN von - man könnte sagen - der (Neu-)Gier des Spielers(!!!) abhängt. In Kiesowscher Tradition stehend gebe ich zu, dass diese kleine "Gemeinheit" aus meiner Feder stammt. Sebastian Thurau trägt keine "Schuld".


Da es aber keinen erkennbaren Zusammenhang für den Spieler gibt, ist es Zufall für den Spieler. Und das ist worauf es ankommt :)

btw: ist sowohl die mögliche Permanenz als auch die betroffene Eigenschaft aus meistersicht kein Zufall?
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Beitragvon CM_Admin » Samstag 16. Januar 2010, 12:53

Baki hat geschrieben:Pagol sollte den Helden entweder umbringen, oder nicht - und keinen w20 würfeln. Je nachdem, was der Held vorher getan hat. Der NPC wäre nicht tranzparent und das unbekannte Zufallsmoment wäre eliminiert.

Sicher. Und gleichzeitig wäre auch jegliche simulierte Intelligenz des NPCs eliminiert. Es ist ja gerade das Ziel, den Laplaceschen Dämon zu überwinden.

Baki hat geschrieben:Da es aber keinen erkennbaren Zusammenhang für den Spieler gibt, ist es Zufall für den Spieler. Und das ist worauf es ankommt :)

Das sehe ich (als Meister/Autor) bei einem solchen Satz ganz anders:
Empfindest du dich jetzt als wahren Glückspilz :arrow: oder bist du von der Wirkung eher enttäuscht, denn aus anderen Quellen weißt du, dass mehr drin gewesen wäre? :arrow:
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Beitragvon Baki » Samstag 16. Januar 2010, 13:02

CM_Admin hat geschrieben:Sicher. Und gleichzeitig wäre auch jegliche simulierte Intelligenz des NPCs eliminiert. Es ist ja gerade das Ziel, den Laplaceschen Dämon zu überwinden.


Intelligenz hat meiner Meinung nach nichts mit Zufall zu tun. Der NPC wäre in meinem Beispiel immer noch intelligent.

Das sehe ich (als Meister/Autor) bei einem solchen Satz ganz anders:
Empfindest du dich jetzt als wahren Glückspilz :arrow: oder bist du von der Wirkung eher enttäuscht, denn aus anderen Quellen weißt du, dass mehr drin gewesen wäre? :arrow:


Der Satz lässt mich schlussfolgern: Da war der Zufall am Werk.

Und selbst wenn da stünde "Fühlst du dich im Bewusstsein deiner vorherigen Taten nun als Glückspilz?" würde ich in guter Switch Manier denken "ja, warum das denn?!"
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Beitragvon CM_Admin » Samstag 16. Januar 2010, 13:41

Baki hat geschrieben:Intelligenz hat meiner Meinung nach nichts mit Zufall zu tun. Der NPC wäre in meinem Beispiel immer noch intelligent.

Das ist eine Frage des Komplexitätsgrads.

Wenn deine Entscheidung/Aktion 1 bei einem NPC zur Reaktion A führt, deine Entscheidung/Aktion 2 bei jenem zur Reaktion B und deine Entscheidung/Aktion 3 zur Reaktion C, dann würdest du diesem NPC wohl keine Intelligenz attestieren, weil du spätestens durch wiederholtes Ausprobieren genau vorhersagen kannst, wie der NPC reagiert.

Wenn dir eine Vielzahl Entscheidungen/Aktionen zur Auswahl zur Verfügung stehen und diese auch noch miteinander kombiniert werden können, dann wird der Aufwand für dich sehr groß, herauszufinden, warum eine bestimmte Kombination bei einem NPC zur Reaktion A, B oder C führt. Durch diese Unschärfe wird die absolut determinierte Reaktion des NPCs verschleiert und erweckt bei dir als Spieler - vorausgesetzt, es ist logisch und stimmig - den Eindruck, der NPC verhält sich intelligent.

So weit, so gut.

Jetzt stellen sich bei der "Programmierung" einer künstlichen Intelligenz aber zwei Probleme ein:

1. Wie viel Aufwand muss getrieben werden muss, damit die Verschleierung gelingt und ein NPC als "intelligent" empfunden wird.

2. Auch wenn dieser Aufwand noch so hoch ist, es wird immer jemanden geben, der den determinierten "Aufwand" entschlüsselt und sozusagen die "Intelligenz" des NPCs entlarvt. Damit ist der ganze Zauber vorbei.

Um also Problem 1, den Aufwand, zu reduzieren und um niemandem die "Entschlüsselung" (2) zu ermöglichen, bedient man sich bei der Programmierung von Künstlicher Intelligenz durchaus dem Zufallsprinzip. Das ist Gang und Gäbe, siehe auch Fuzzy-Logic, Chaos-Theorie und Unschärfe-Relation.
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Beitragvon Baki » Samstag 16. Januar 2010, 14:15

Nach dieser Definition ist es dann sicherlich keine Intelligenz, aber gleichzeitig kann es dann auch keine Intelligenz geben, da es als intelligenz verschleierter Zufall ist. Und das ist ebenso offensichtlich zu entschlüsseln, da sich jeder bewusst ist, dass dies ein Spiel ist und es keine echte Intelligenz gibt.

Im Ferdok Abenteuer hat diese "Intelligenz" exzessives Laden und Wiederholen zur Folge. Das Selbe kann man auch durch eine Probe erreichen und dabei den Spieler nicht vor die Frage stellen, was nun eigentlich falsch gelaufen ist. Er ist sich bei einer offenen Probe bewusst, wo der Fehler lag, ohne erst räseln zu müssen, ob er nun einfach dem Zufall einer "intelligenz" unterlag.

Wenn es also bedeutet, dass Intelligenz immer Zufall beinhaltet, dann würde die Frage, ob es "intelligente" NPCs geben darf, klar verneinen, da es keine echte Intelligenz ist, sondern Zufall.

Aber mit der von dir aufgezeigten Definition von Intelligenz habe ich auch meine Probleme. Meiner Meinung nach muss Intelligenz nicht bedeuten, dass ein Verhalten nicht vorausgesagt werden kann.

Meiner Meinung nach ist es so: Ein Spieler nimmt an einem Glücksspiel teil. Er hat die Wahl entweder mit 50% eine Geldeinheit zu gewinnen, oder mit 24% 2 Geldeinheiten zu gewinnen. Ein Intelligenter Spieler wird immer auf die 50% setzen. Sein Verhalten ist voraussehbar, obwohl er intelligent ist.

Für mich persönlich bedeutet künstliche Intelligenz, dass eine Anpassung auf die Umstände stattfindet. Das wäre zum Beispiel der Fall, wenn mein Held eine hohe Parade hat, der NPC im Kampf diese versucht durch Finte zu senken, statt Wuchtschlag zu benutzen um so den erwarteten Schaden zu maximieren.
Zuletzt geändert von Baki am Samstag 16. Januar 2010, 14:36, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon CM_Admin » Samstag 16. Januar 2010, 14:31

Baki hat geschrieben:Wenn es also bedeutet, dass Intelligenz immer Zufall beinhaltet, (...)

Das habe ich nicht als Absolutum festgestellt. Aber man bedient sich bei der Programmierung von Künstlicher Intelligenz sehr häufig dem Mittel des Zufalls.

Es führt uns nicht weiter, wenn wir hier ein Fass über Künstliche Intelligenz aufmachen. Zumal auch (menschliche) Intelligenz als solche nicht eindeutig definierbar ist. Ich empfehle Artikel über Künstliche Intelligenz und Intelligenz auf Wikipedia.
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Beitragvon Baki » Samstag 16. Januar 2010, 14:38

dennoch kann ich für mich die Frage, ob es das Verhalten eines NPCs wie Pagol geben darf klar verneinen. Ist natürlich nur eine Meinung :)
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Beitragvon CM_Admin » Samstag 16. Januar 2010, 14:53

Klar, sollst du deine Meinung haben und äußern. - Nehme ich ja auch gerne zur Kenntnis.

Manches macht man auf eine bestimmte Art und selbstverständlich gibt es andere Möglichkeiten, durchaus auch bessere. Nobody is perfect.

Ein Dialog mit euch Spielern wie hier angestellt begrüßen wir ausdrücklich und kann ja bei zukünftigen Abenteuern auch zu Verbesserungen führen. :wink:
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Beitragvon sindajin » Samstag 16. Januar 2010, 23:22

Also ich muss sagen, dass ich es als wesentlich spannender empfinde, wenn die Gedanken des NSC nicht offen vor mir liegen, sondern ich rätseln muss, ob ich mich jetzt wohl richtig verhalten habe, und erst später merke, ob ich damit davon gekommen bin. So ist das ganze doch viel lebensnäher. Viel mehr Rollenspiel als Strategiespiel.
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Beitragvon Monta » Sonntag 17. Januar 2010, 07:19

Richtig, genauso sehe ich das auch. So ist das Ganze doch viel realistischer und auch spannender, vor allem wenn man merkt das man doch einen Fehler gemacht hat ;)
Zitat von Bilbo Beutlin :
Ich kenn die Hälfte von euch nicht halb so gut wie ich's gern möchte und ich mag weniger als die Hälfte von euch auch nur halb so gern wie ihr es verdient !
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Beitragvon Baki » Sonntag 17. Januar 2010, 18:01

CM_Admin hat geschrieben:
Ob dein Held nächtens gemeuchelt wird, kann passieren, muss aber nicht. Dabei gibt es durchaus ein Zufallsmoment, aber die Wahrscheinlichkeit wird maßgeblich durch die Vorgehensweise des Helden im Abenteuer (siehe oben) zwischen "wird mit Sicherheit nicht gemeuchelt" bis "wird sehr wahrscheinlich gemeuchelt" bestimmt.


Ist es immer "nur" eine Wahrscheinlichkeit, oder kann es auch sicher sein, dass Pagol den Helden umbringt? Ich bin gerade an dem Tag nach der Brandlegung und habe Pagol gerade ca 40 mal die Wahrheit über die Brandlegung gesagt. Er hat mich immer umgebracht.
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Beitragvon CM_Admin » Montag 18. Januar 2010, 11:11

Hallo Baki,

wir haben noch mal den Code inspiziert und siehe da: Es ist auch möglich, Pagol dermaßen zu "provozieren", dass er unausweichlich nächtens zur Tat schreitet.
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Beitragvon Baki » Montag 18. Januar 2010, 15:56

Vielen Dank, dass ihr euch die Mühe gemacht habt. Sowas erlebt man selten. Wirklich Klasse!
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Beitragvon Mindriel » Sonntag 21. Februar 2010, 22:33

Hm.. da hier offenbar sehr viele Faktoren zusammenspielen, inklusive Zufall, wird es für Spieler schwer werden, die Faktoren zu bestimmen, die zum garantierten Ableben nachts führen. Wäre es daher möglich, die Kombination(en) die zum sicheren Tod führen irgendwie zu nennen? Würde mich auch schon über eine PN freuen, mein Held Refardeon ist am 3. Tag in Ferdok.. und stirbt regelmäßig am Ende. So weit ich gelesen habe, haben die Antworten an diesem Tag da keinerlei Auswikrungen mehr, das heißt ich müsste irgendwie weiter zurückgehen? Könnte das wer bestätigen, dass er eigentlich schon tot ist, und nur noch tagsüber rumlaufen darf? (Übrigens nicht schön sowas.. der Spieler darf noch haufenweise Abenteuertext lesen und ein paar kleine Entscheidungen treffen, und stribt am Ende sowieso..)

Angenehme Träume,
Mindriel
~Seek the Truth in Dreams, if you can't find it there, it doesn't matter.~
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Beitragvon Ayrina » Dienstag 23. Februar 2010, 12:53

Also ich persönlich fände es schöner, wenn es einen Lösungsweg gäbe (wie verworren er auch immer sein mag - siehe zB Zorn der Eiselfen) bei dem man auf jeden Fall die maximale ANzahl an AP rausholen kann, ohne dass ein Zufall mit reinspielt. Über die komische Sequenz in Zorn wo man die AP erst am Ende bekommt, will ich jetzt mal gar nix sagen...obwohl sind die denn da immer gleich?

Liebe Grüße

Sarah
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Beitragvon CM_Admin » Dienstag 23. Februar 2010, 23:27

Hallo Ayrina,

den im Sinne maximaler APs "perfekten" Lösungsweg gibt es bei Verschwörung in Ferdok. Allerdings ist die Wahrscheinlichkeit, dass man diesen "perfekten" Lösungsweg überlebt, geringer als die Wahrscheinlichkeit, einen weniger perfekten Lösungsweg zu überleben. Wer es also darauf anlegt, maximale APs zu erhalten, der wird um etwas "Herumprobieren" in Verbindung mit Laden eines vorangegangenen Spielstands nicht herumkommen. Oder aber, er/sie hat auf Anhieb Glück.

Hallo Mindriel,

es gibt über die Tage hinweg immer mehrere Stellen, an denen diese Risikobewertung: "Überlebe ich bei möglichst maximaler AP-Ausbeute?" von dir (respektive den Taten der Worten des/der Helden/in) beeinflusst werden kann, sodass du sicher sein kannst, du spielst einen Tag nicht "umsonst", weil dein Ableben ohnehin schon feststünde.
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Beitragvon shecki » Mittwoch 17. März 2010, 15:26

Ich versuche derzeit auch, das Maximum rauszuholen... erfolglos :(

Mich würde interessieren, wie denn die Max-AP je Abschnitt aussehen, damit ich wenigstens mal weiß, wo ich ansetzen kann, alternativ nehme ich auch eine Komplettlösung ;)

Dass man diese dann allerdings recht oft spielen muss, bis man sie endlich überlebt, ist irgendwie... naja... Ich meine, was bringt es den Spielern, wenn sie mehrfach das gleiche machen sollen, weil der NPC "intelligent" ist? Das bewirkt letztlich doch nur, dass man solange Spielstände lädt, bis er so reagiert, wie man es möchte. Gut andererseits kann man gegen Verzicht auf AP recht sicher durchspielen, ohne neu zu laden. Schwere Entscheidung, welcher Spielertyp häufiger ist.

Eventuell macht man auch das Programm "schlauer" und erspart dem Spieler weitere Durchgänge, indem man nach dem 3./5./10. mal Spielstand laden ihn immer überleben lässt.

Ist sicherlich nicht im Sinne des Rollenspiels, aber wenn es am Ende nur noch darauf hinaus läuft, dass ich Proben und Aktionen solange stupide wiederhole, bis sie gelungen sind und ich die Max-AP einsammeln kann, sollte man entweder das stupide Wiederholen abschaffen oder dieses auf ein erträgliches Maß reduzieren.

In dem Sinne würde ich auch die Stellen in anderen Abenteuern überdenken, die MEHR AP ausschütten, wenn man erst eine Probe versemmelt um die dann schlimmer gewordene Situation erfolgreich zu bestehen.
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Beitragvon sandman999 » Mittwoch 17. März 2010, 16:26

Hi,

da muss ich Dir zustimmen. Habe schon mehrmals das Abenteuer probiert und max 376 geschafft. Wenn ich ganz frech zu Pagol bin, sterbe ich schon nach der Lagerhalle. Nach mehr als 60 (!) Versuchen mit durchgehend bestandenen Proben wurde es mir dann zu dumm. Rechnet man die anderen Ladevorgänge mit ein, bis alle Proben bestanden wurden, kommt man
auf ein Vielfaches.
Das Abenteuer ist sicherlich eines der Frustrierensten.
Toll ist das schon irgendwie, dass Pagol "inteligent reagiert,
aber die max. AP sollten schon auch ohne 200 mal Laden drin sein...

Gruß,
Andi
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Beitragvon Ayrina » Montag 22. März 2010, 02:15

Ach, jetzt muss ichs doch auch mal fragen (und mich Mindriel anschließen): Welcher Weg führt zum tot-sicheren Ableben? Oder auch: erstreckt sich der tot-sichere Weg über alle Tage oder nur jeweils einen? Ich sterbe grad dauernd in der letzten Nacht - und das trotz gelungener Überreden-Proben + 6 oder +7.

Würde mich, wie Mindriel, auch über PNs freuen oder auch eine Antwort dazu hier drin.

Edit: hat sich teilweise erledigt, wie man in der Liste sehen könnte. Offen bleibt aber die Frage, welches Verhalten definitiv zum Tode führt. Bei der Überreden-Probe +6 hat es irgendwann geklappt, bei der Überreden-Probe +7 nicht. Heisst das +7, das man da sogar nochmehr AP rauskriegen könnte als die 402 oder ist die +7 das sichere Zeichen für ein baldiges Ableben? Wenn ihr mir die Frage beantworten könntet, wäre ich schon sehr glücklich. :D
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Beitragvon Baki » Mittwoch 31. März 2010, 11:22

Spielen am 3. Tag die übrigen TAW der gelungen Überreden Probe eine Rolle oder macht es keinen Unterschied solange man die Probe besteht?

Habe testweise mal alle meine freien AP in Überreden gesetzt um es zu testen und es dann nach <10 erfolgreichen Proben geschafft, dass Pagol mich nicht umbringt und dann endlich 402 AP erreicht. Jetzt mache ich das Selbe nochmal mit einem niedrigeren TAW und wurde schon so einige Male wieder gemeuchelt.
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Beitragvon shecki » Mittwoch 31. März 2010, 18:33

Wie sehr reizt ihr den, dass ihr auf +6 oder +7 kommt?

Ich hab da nur +1 stehen... und am Ende auch nur 368 AP raus bekommen...
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Beitragvon Baki » Mittwoch 31. März 2010, 19:00

Im Lagerhaus musst mit "Ja, genau, genau wie du es vermutet hast Pagol - Ein Verräter in aus den eigenen Reihen" oder so ähnlich enden. Dann biste da schon fast automatisch. Dann nicht zu euphorisch auf den Brandlegungsauftrag reagieren und du hast +6. +7 ist übrigens autokill :)
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Beitragvon Trojus Travian » Mittwoch 31. März 2010, 19:36

+6 ist kein Autokill :!:
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