Gefährliches Erbe: Karl-Heinz Witzko im Dialog

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Funkeldrache
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Beitrag von Funkeldrache » Dienstag 31. August 2004, 19:21

Hahaa! Ich darf wieder:

1.) Ich habe ja schon bei vorigen Abenteuern hin und wieder Probleme damit, dass z.B. ein Zwerg vom Solo so behandelt wird, als wäre er ein Mittelländer. Wie wird bei dieser speziellen Vorgeschichte mit Gjalskerländern, Zwergen o.Ä. Exoten umgegangen? Wird es überhaupt berücksichtigt?

2.) Du hast ja bereits ausführliche Erfahrung mit P&P-Solos. Wie sehr unterscheidet sich die Arbeit an einem Handy-Solo zum Solo der vergangenen Tage? Fühlt man sich im Vergleich eingeschränkt (oder ist man nur froh, dass es keine Verweisfehler mehr gibt ;) )?

3.) Ist das Abenteuer eher linear und länger oder verzweigt und breiter? Wie sieht es mit Wiederspielbarkeit aus? Gibt es Unterschiede je nach Geschlecht oder Archetyp?

4.) Gibt es Verknüpfungen mit den Solos der anderen Autoren oder dem aktuellen aventurischen Hintergrund? Wird es wie bei den anderen Solos der letzten Zeit auch Artikel im Aventurischen Boten geben?

5.) Ist der Grad an Skurilität deiner vorheriger Solos geblieben? 8)

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Karl-Heinz Witzko
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Beitrag von Karl-Heinz Witzko » Mittwoch 1. September 2004, 16:53

Funkeldrache hat geschrieben: 1.) Ich habe ja schon bei vorigen Abenteuern hin und wieder Probleme damit, dass z.B. ein Zwerg vom Solo so behandelt wird, als wäre er ein Mittelländer. Wie wird bei dieser speziellen Vorgeschichte mit Gjalskerländern, Zwergen o.Ä. Exoten umgegangen? Wird es überhaupt berücksichtigt?
Leider nein, da der verfügbare Speicher doch sehr enge Grenzen setzt. Heisst: Berücksichtigt man mehr Eigenarten des Helden, so wird das Abenteuer kürzer. Allerdings schützt das auch die Helden vor Diskriminierungen des Autors. Denn bei Stellen, wo es gegenwärtig heisst:

"Du siehst den Dämonenkaiser Galotta an dir vorbeireiten. Willst du dich auf dein Pferd schwingen und ihn verfolgen?"

wäre z. B. bei Zwergen die Versuchung doch sehr gross zu schreiben:

"Du siehst den Dämonenkaiser Galotta an dir vorbeireiten. Willst du nach einem Leiterchen Ausschau halten, um in den Sattel deines Pferdes zu gelangen?"
2.) Du hast ja bereits ausführliche Erfahrung mit P&P-Solos. Wie sehr unterscheidet sich die Arbeit an einem Handy-Solo zum Solo der vergangenen Tage? Fühlt man sich im Vergleich eingeschränkt (oder ist man nur froh, dass es keine Verweisfehler mehr gibt ;) )?
Wie gesagt, der Platz ist ein grosses Problem. Man ist im Grunde ständig am Zählen und Umformulieren. Abschnitte dürfen nicht zu lang sein, aber auch einzelne Wörter nicht.
3.) Ist das Abenteuer eher linear und länger oder verzweigt und breiter? Wie sieht es mit Wiederspielbarkeit aus? Gibt es Unterschiede je nach Geschlecht oder Archetyp?
Das ist natürlich relativ. Sagen wir's mal so:
Ich habe Wert darauf gelegt. dass man "echte" Entscheidungen treffen kann, die dann teils weitreichende Folgen haben, so dass man auch beim zweiten Spielen noch etwas davon hat. Und ja, es gibt Unterschiede, allerdings beziehen die sich auf etwas anderes :D
4.) Gibt es Verknüpfungen mit den Solos der anderen Autoren oder dem aktuellen aventurischen Hintergrund? Wird es wie bei den anderen Solos der letzten Zeit auch Artikel im Aventurischen Boten geben?
Es gibt Anspielungen ... Aber was heisst schon aventurischer Hintergrund? Es ist natürlich eine Geschichte, die in Aventurien spielt.
5.) Ist der Grad an Skurilität deiner vorheriger Solos geblieben? 8)
Lass dich überraschen :D

Lizifer
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Beitrag von Lizifer » Mittwoch 1. September 2004, 17:51

Karfunkeldrache, der Fragendieb... :wink:
Dann also mal meine Standardfragen: Lässt sich das Abenteuer einfach zu einem Gruppenabenteuer umarbeiten (da wir in unserer Gruppe einen Zyklopäer haben, könnte es ganz gut passen)? Ist es stark mit einem zeitlichen Hintergrund verbunden (also "nach Borbarad" oder eher "am 27. Peraine 1027")?

Gruß,
Lizifer

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Karl-Heinz Witzko
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Beitrag von Karl-Heinz Witzko » Mittwoch 1. September 2004, 20:44

Lizifer hat geschrieben:Lässt sich das Abenteuer einfach zu einem Gruppenabenteuer umarbeiten
Einfach gewiss nicht. Ich weiss auch nicht, ob das so sinnvoll wäre.
Ist es stark mit einem zeitlichen Hintergrund verbunden (also "nach Borbarad" oder eher "am 27. Peraine 1027")?
Nein. Da ist eigentlich alles erlaubt, solang's nicht gerade der 17. Phex 17 Hal ist :D

Lord EX
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Beitrag von Lord EX » Montag 6. September 2004, 16:57

Wird es auch mal Umsetzungen von Büchern geben. Ich habe ca. 30 DSA Bücher (noch im alten Design *dahinschwelg*) daheim rumstehen und fast alle Storys fand ich total genial.
Helden:
Eronas - Krieger - 440 AP - Stufe 3
Aclon - Steuner -000 AP - Stufe 1

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Karl-Heinz Witzko
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Beitrag von Karl-Heinz Witzko » Montag 6. September 2004, 18:24

Ausschliessen kann man's nicht, jedoch hat ein Roman 400.000-500.000 Zeichen und ein Solo rund 70.000, so dass das allenfalls in kleinen Häppchen ginge. Aber man kann mit den Handy-Abenteuern sicher noch ganz andere Sachen machen als bisher.

Lord EX
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Beitrag von Lord EX » Montag 6. September 2004, 18:26

Karl-Heinz Witzko hat geschrieben:Ausschliessen kann man's nicht, jedoch hat ein Roman 400.000-500.000 Zeichen und ein Solo rund 70.000, so dass das allenfalls in kleinen Häppchen ginge. Aber man kann mit den Handy-Abenteuern sicher noch ganz andere Sachen machen als bisher.
Das sicher, aber manchmal wäre so ne kleine Anekdote doch ganz nett. Grade eine Wirtsschänke, wo z.B. genau so heißt wie im Buch, oder sowas in der Art wäre dochmal echt nett. :D
Helden:
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Karl-Heinz Witzko
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Beitrag von Karl-Heinz Witzko » Dienstag 7. September 2004, 07:53

Klar. Macht man ja auch, solange es nicht zu Lasten der Spieler geht, die damt nichts anzufangen wissen. Aber man verrät das nicht, solange das Abenteuer nicht erschienen ist. :D

RawJah
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Beitrag von RawJah » Dienstag 21. September 2004, 17:42

Hab das AB soeben durchgespielt und bin sehr zufrieden!

Interessantes Abenteuer mit Witz und viiiiiiiiiiel Variablen-Möglichkeiten ans ZIel zu kommen (oder auch nich! ;) )

Was mir auffällt ist, dass die letzten AB wesentlich größer sind, bzw rüberkommen! Man hat mehr Möglichkeiten zu interagieren und das erhöht den Spielspass noch einmal sehr! :)

Was ich schade fand, war, dass anders als in "Absolute Macht" nicht auf den Helden eingegangen wird. In Form von z.b. "Was macht ein Zwergensöldner wie du" oder das der Name des Helden im Text genannt wird!

Nichtsdestotrotz werden die AB immer besser! :)

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Karl-Heinz Witzko
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Beitrag von Karl-Heinz Witzko » Dienstag 21. September 2004, 21:18

RawJah hat geschrieben:Was ich schade fand, war, dass anders als in "Absolute Macht" nicht auf den Helden eingegangen wird. In Form von z.b. "Was macht ein Zwergensöldner wie du" oder das der Name des Helden im Text genannt wird!
Gut, merke ich mir fürs nächste Mal. :mrgreen:

RawJah
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Beitrag von RawJah » Mittwoch 22. September 2004, 10:29

Karl-Heinz Witzko hat geschrieben:
RawJah hat geschrieben:Was ich schade fand, war, dass anders als in "Absolute Macht" nicht auf den Helden eingegangen wird. In Form von z.b. "Was macht ein Zwergensöldner wie du" oder das der Name des Helden im Text genannt wird!
Gut, merke ich mir fürs nächste Mal. :mrgreen:
Werde ich in den Credits des AB's erwähnt? :D

Sputti
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Beitrag von Sputti » Mittwoch 22. September 2004, 17:23

Habe das Abenteuer auch gestern Abend "mal eben" durchgezockt... wenn man einmal anfängt kommt man nicht mehr weg davon...

Finde es total klasse das bei diesem Abenteuer echt auf die verschiedenen Kriterien der Heldentypen eingegangen wird und nicht jeder Held jede Bedingung erfüllen kann... denke da vor allem an die Sache mit dem Stuhl...

Aber kann es sein, dass die Punktevergabe im allgemeinen wesentlich geringer ausfiel als z.B. bei Absolute Macht?
Mir kam das Abenteuer an sich auch kürzer vor, kann das sein?

RawJah
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Beitrag von RawJah » Mittwoch 22. September 2004, 17:44

Sputti hat geschrieben:Habe das Abenteuer auch gestern Abend "mal eben" durchgezockt... wenn man einmal anfängt kommt man nicht mehr weg davon...

Finde es total klasse das bei diesem Abenteuer echt auf die verschiedenen Kriterien der Heldentypen eingegangen wird und nicht jeder Held jede Bedingung erfüllen kann... denke da vor allem an die Sache mit dem Stuhl...

Aber kann es sein, dass die Punktevergabe im allgemeinen wesentlich geringer ausfiel als z.B. bei Absolute Macht?
Mir kam das Abenteuer an sich auch kürzer vor, kann das sein?
Hmm.. Ich würde nicht sagen, dass es mir kurz vor kam... Ich empfand das Ende etwas überraschend.. Also es kam überraschend.. Das variable Ende hat natürlich geschockt! :) Die Punktevergabe war aber im Verhältnis zu "Absolute Macht" gering! *g*

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Karl-Heinz Witzko
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Beitrag von Karl-Heinz Witzko » Mittwoch 22. September 2004, 18:04

Sputti hat geschrieben:Aber kann es sein, dass die Punktevergabe im allgemeinen wesentlich geringer ausfiel als z.B. bei Absolute Macht?
Weiss ich nicht. Glaube ich aber nicht. Ich hatte einen sehr erfahrenen Punkteberater. :D
Mir kam das Abenteuer an sich auch kürzer vor, kann das sein?
Das lässt sich schwer beantworten, da die alternativen Wege durch das Abenteuer nicht gleich lang sind.
Da die gesamte Textmenge jedes Abenteuers konstant ist (s. o.) kommt es auf deren jeweilige Aufteilung an. Dabei gilt: Mehr Wahlmöglichkeiten verkürzen das Abenteuer. Längere Texte ebenfalls.
Im Extremfall hat man also
a) eine Kurzgeschichte aus einem einzigen Abschnitt
b) unglaublich viele Wahlmöglichkeiten
"Was macht ein Zwergensöldner wie du, Bragosch, (:D) in einem Raum mit 715 Türen? Willst du durch die erste, die zweite, die dritte, die vierte etc
c) oder etwas sehr Langes und Unfreundliches
"Du vor Haus! Rein oder weiter? Hä?"

Sputti
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Beitrag von Sputti » Mittwoch 22. September 2004, 19:07

Ja ok ok :wink: ... dann formuliere ich meine Festellung/Vermutung eben etwas ab:

Es gibt zig verschiedene Möglichkeiten zum Ziel zu kommen, was die Wiederspielbarkeit enorm steigert... ABER... man kann ja immer nur einen Weg einschlagen und der an sich ist relativ kurz...

Am besten fand ich übrigens den Abschnitt von Beginn der "ungewollten Reise" bis zu der ... ääääh... "Rettung der ..." (will hier nix verraten und irgendwem was verderben,aber die die es gespielt haben werden wissen was ich meine)....
jedenfalls waren das viele kleine Abenteuer an sich, die man spielen konnte und vom Verlauf her komplett unterschiedlich...
HIERZU EIN GANZ DICKES LOB!!!!!

Was die Punkte angeht gab es bei AM über 1000... bei GE komme ich momentan so ca. auf über die Hälfte...
Aber so wie ich euch Schlitzohren kenne ist das wahrscheinlich gerade mal ein Drittel... grrrrr :wink:
Heldin: Foufou

NackteElfe
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Beitrag von NackteElfe » Freitag 26. August 2005, 13:40

Auch hier hab ich zwei Fragen zur Handlung

Spoiler
Zum einen besteht zu Beginn die Möglichkeit, dass der SZ steigt. Ist es gewollt, dass dieser nach dem Abenteuer wieder sinkt? Oder liegt es daran dass ich eine äh... Pro Onkel Entscheidung gegen Ende gefällt habe.

Weiter stellt für mich die Frage ob die Rechnenprobe am Anfang des Abenteuers irgendeinen Sinn hat? Ich hatte gehofft durch gelingen vielleicht ein wenig meine Finanzen aufzupolieren, aber anscheinend ist dem nicht so, oder?

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Karl-Heinz Witzko
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Beitrag von Karl-Heinz Witzko » Freitag 26. August 2005, 17:49

Ich versuche mal ohne Weißen auszukommen:
zu 1) Ja, das ist Absicht. Nein, das hat nichts mit dieser Entscheidung zu tun. Es ist auch nicht die einzige Gelegenheit.
zu 2) O ja! Die Folgen sind nur nicht so leicht durchschaubar.

Grob gesagt hat es etwas mit dem "Gedächtnis" des Abenteuers zu tun.
Als Autor fragt man bei einem Solo ab und zu etwas ab, von dem man nicht will, dass es der Spieler merkt. In einem Print-Solo schreibt man dann etwa aus heiterem Himmel:
"Wenn du einen karierten Mantel besitzt, lies weiter bei Abschnitt 93!"
Es mag in dem Abenteuer viele Möglichkeiten geben, einen Mantel zu erlangen, aber nur eine für einen karierten, nämlich indem man in ein bestimmtes Haus einbricht, ertappt wird, sich im Wandschrank versteckt und den Mantel mitnimmt.
Nun will man aus vielen Gründen, etwa damit man das Abenteuer auch mehrmals und unterschiedlich spielen kann, nicht fragen: "Bist du kürzlich eingebrochen, aber ertappt worden, so dass den beiden Stadtwachen, auf die du gerade zugehst, deine Personenbeschreibung vorliegt?"
Also fragt man nach dem harmlos klingenden Mantel. Das kann man aber nicht so oft machen, wenn man den Helden nicht zum Transportunternehmen ummodeln will: „Wenn du einen karierten Mantel, zwei Paar Schuhe, einen Gürtel und ein Pferd besitzt ...“
Bei einem Handysolo muss man nicht fragen. Man kann alles heimlich protokollieren, etwa auch: Held = unfähiger Einbrecher.
Das lässt sich aber auch auf Dinge ausweiten, bei denen man in einem Print-Solo gar nicht wüsste, wie man es anstellen sollte.
Sagen wir, es heiße im Abenteuer:
„Du betrittst die schöne Kaiserstadt Gareth.
Wenn du in eine Taverne willst, so lies 44.
Wenn du zum Waffenschmied willst, so lies 22.
Willst du nichts anderes, als deine verstorbene Tante auf dem Friedhof besuchen, so lies 99“

Bei solchen Abschnitten kann man üblicherweise vor dem eigentlichen Anliegen (Tante besuchen), die anderen Punkte teilweise oder ganz abarbeiten. Vielleicht führt auch eine bestimmte Wahl dazu, dass man zu den andern Punkten gar nicht mehr kommt.
Sagen wir nun, später im Abenteuer käme eine ähnliche Stelle:
„Du betrittst die schöne Kaiserstadt Yol-Gurmak.
Wenn du in eine Taverne willst, so lies 45.
Wenn du zum Waffenschmied willst, so lies 23.
Willst du nichts anderes, als deine verstorbene Tante auf dem Friedhof besuchen, so lies 666“

Ich kann diesmal etwas anderes protokollieren, nämlich: Welche Vorlieben hat der Held? Was macht er in einer fremden Stadt zuerst?
Geht er immer zuerst in die Taverne? Immer zuerst zum Waffenschmied? Oder handelt er anders?
Das verwende ich dann in der nächsten fremden Stadt, indem ich je nach Vorliebe unterschiedliche Abschnitte anbiete. Nach dem gemeinsamen Anfang:
„Du betrittst das schöne Warunk. Die Häuser könnten zwar etwas Farbe vertragen, aber ansonsten ist es hier angenehm friedlich und still.“
geht es je nach Vorliebe unterschiedlich weiter:
Trinker: „Als du die Taverne mit ihrem freundlich lächelnden Besitzer siehst, denkst du: Der Tag ist gerettet! Weiter bei 75“
Waffenfreund: „Als du die Waffenschmiede mit ihrem freundlich lächelnden Besitzer siehst, denkst du: Der Tag ist gerettet! Weiter bei 76“
Unentschiedener: „Als du die Waffenschmiede und die Taverne mit ihren freundlich lächelnden (und offenbar untoten) Besitzern siehst, denkst du: Nicht nur die Häuser könnten etwas Farbe vertragen. Weiter bei 77“
Man kann also etliches machen, das sich erst später auswirkt und anders als man denkt.

NackteElfe
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Beitrag von NackteElfe » Freitag 26. August 2005, 18:31

(Wow, Karl Heinz Witzko himself hat mir geantwortet... Ich bin Unwürdig, ich bin Asche, ich bin Staub! ;))

Vielen Dank für die Ausführlich Antwort. Das klärt einiges...

Ich verstehe allerdings nicht ganz, warum die Veränderung des SZ nicht dauerhaft ist. Haben die Herren einen so schnell vergessen?

Ich glaub ich spiels nochmal durch. Mit SZ 6 fühl ich mich so... schmutzig. ;)


PS: Ich bin auch der Meinung das der Bannstrahlorden zu lasch ist! Unter den Priesterkaisern war alles besser!

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Anoctis
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Beitrag von Anoctis » Samstag 17. Januar 2009, 01:20

Grüsse miteinander,
auch wenn der Thread schon etwas älter ist, dachte ich mir, ist es wohl dennoch der passendste Platz, um meine Meinung über das Abenteuer nieder zu schreiben.

Nachdem ich hier im Forum und auf Alveran einige nicht so gute Kritiken über Gefährliches Erbe gelesen hatte, stand ich Anfangs dem Abenteuer etwas skeptisch gegenüber. Inzwischen habe ich es trotzdem durchgespielt und muss sagen, dass jegliche Skepsis unberechtigt war. Die negativen Kritiken rühren wohl vor allem daher, dass Spieler mit falschen Erwartungen an das Abenteuer herangegangen sind. Gefährliches Erbe ist nämlich kein bierernstes DSA-Abenteuer im klassischen Stil. Viel mehr erlebt der Held eine etwas unkonventionelle Fantasygeschichte, die sich manchmal selber nicht ganz so ernst nimmt, aber oft gerade deshalb so gut zu unterhalten weiss. Das Abenteuer ist mit einigem Humor versehen und bietet überraschende Wendungen die für Spannung sorgen. Es ist zudem recht stimmig geschrieben, so dass es Spass macht die Texte zu lesen und seinen Helden durch die Geschichte zu führen.
Gut gefallen hat mir auch, dass man im Verlauf des Abenteuers seine eigene Heldenrolle voll entfalten konnte, ohne Gefahr zu laufen, wegen nicht erfüllter Rollenklisches des Autors gleich sterben zu müssen. In diesem Zusammenhang habe ich mich auch köstlich amüsiert, als das Abenteuer Geheimnis der Zyklopen so richtig schön auf die Schippe genommen wurde.
Gefährliches Erbe bietet viele Verzweigungen und Alternativ-Wege, die für einen hohen Wiederspielwert sorgen. Nichts desto trotz hätte der Hauptplot des Abenteuers ruhig ein wenig länger ausfallen können.

Fremder_Mitmensch
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Beitrag von Fremder_Mitmensch » Dienstag 20. Januar 2009, 15:53

Bin genau der selben Meinung wie Anoctis.

Telemann
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Beitrag von Telemann » Mittwoch 10. Juni 2009, 10:59

Ich sehe das auch so, das Abenteuer fand ich sehr lustig und hatte viel Spaß dabei, Vielen Dank.

Hatte zwar auch das Gefühl es gab etwas wenig Abenteuerpunkte im Vergleich zu anderen Abenteuern, habe das aber darauf zurückgeführt, dass ich wohl nicht so den optimalen Weg genommen habe.

Solche Abenteuer kann es von mir aus ruhig öfter geben.

Viele Grüße

Lana-Thar
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Beitrag von Lana-Thar » Montag 8. März 2010, 10:09

Hat jemand herausgefunden, welche Auswirkung die Rechnen-Probe im Browser-Abenteuer hat?

Und weiß jemand, ob die zweite Rechnen-Probe die gleichen Auswirkungen hat, wie die erste (also quasi "zweite Chance") - oder aber eine andere Auswirkung?

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Trojus Travian
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Beitrag von Trojus Travian » Montag 8. März 2010, 20:44

Wenn du sie schaffst errechnest du dir, das du dir deinen Lebensabend durch die Vermietung der Butze finanzieren könntest :lol:

Lana-Thar
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Beitrag von Lana-Thar » Dienstag 9. März 2010, 08:01

Trojus Travian hat geschrieben:Wenn du sie schaffst errechnest du dir, das du dir deinen Lebensabend durch die Vermietung der Butze finanzieren könntest :lol:
Das ist mir bewusst und ich habe es schmunzelnd gelesen!

Bei der zweiten Rechenprobe geht es ja darum, ob ein gewisser Nachname wirklich 78 Buchstaben hat...

Mich interessiert eher die Bedeutung der Rechnenproben für das Abenteuer! Das es eine Bedeutung hat, ist ja in den Antworten von Karl-Heinz Witzko weiter oben nachzulesen.

Aber trotzdem danke für Deinen Hinweis!

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